ERGOTHERAPIE

Ergotherapie behandelt Menschen mit angeborenen oder erworbenen Einschränkungen in jedem Lebensalter zum Zweck der Genesung, der Verbesserung oder der Kompensation für eine größtmöglich selbständige und selbstbestimmte Lebensführung.

 

Dabei steht innerhalb der ergotherapeutischen Behandlung vor allem die Gesamtheit des jeweiligen Patienten mit seinen Bedürfnissen und die Beziehungen seiner einzelnen körperlichen und psychischen Teilbereiche zueinander im Vordergrund (ganzheitlicher Behandlungsansatz) also nicht nur die ausschließliche Behandlung der jeweils betroffenen Areale oder Körperteile.

 

Bewegungsabläufe, Wahrnehmungen und psychische Empfindungen werden (wieder) hergestellt, trainiert, mit Hilfsmitteln kompensiert oder der Verlust dieser Funktionen verhindert bzw. deren Verlust zumindest zeitlich verzögert und sodann kompensiert.

 

Ergotherapie ist als Heilmittel von den Gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und wird auch im Rahmen der Prävention eingesetzt.

 

(Definition des BED e.V. 2014)


Therapieverfahren

Seit Langem ist die Ergotherapie ein fester Bestandteil in der psychiatrischen Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Therapie ist bei Patienten mit neurotischen, psychotischen oder psychosomatischen Störungen sowie verschiedenen Suchterkrankungen indiziert. Die Variationsvielfalt der ergotherapeutischen Methoden, Sozialformen, Medien und Techniken ermöglicht es der Ergotherapeutin, individuell auf jeden Patienten einzugehen.

In der Psychiatrie werden schwerpunktmäßig folgende Behandlungsverfahren angewendet:

Psychosoziale Verfahren

Diese finden Anwendung bei Menschen mit verschiedensten psychischen Erkrankungen und psychosozialen Problemstellungen. Durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden sollen auf funktioneller Ebene emotionale Fähigkeiten (wie z.B. Kontakt und Kommunikation) gesteigert sowie Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung verbessert werden. Mithilfe der psychosozialen Verfahren sollen die Grundlagen für Aktivität, soziale und berufliche Teilhabe gelegt werden. In meiner Praxis biete ich dazu die Methode des Kompetenz- und Verhaltenstrainings an, auch bekannt als "GSK" (Gruppentraining Sozialer Kompetenzen). Mehr über dieses Training erfahren Sie Hier.


Neuropsychologische Verfahren

Diese werden angewendet, um auf funktioneller Ebene kognitive Störungen zu behandeln. Bei psychischen Erkrankungen können z.B. die Funktionen der Wahrnehmung, der Gedächtnisleistung, der Konzentration, der Aufmerksamkeit oder der Orientierung eingeschränkt sein. Um diese kognitiven Fähigkeiten zu fördern, werden z.B. individuell auf den Klienten abgestimmte Hirnleistungsprogramme in Form von computergestützten oder schriftlichen Übungsprogrammen eingesetzt. Aber auch kreatives Gestalten kommt hierbei zum Einsatz. Entsprechende Programme und Übungen werden gezielt in den Alltag des Klienten übertragen. Bei Orientierungsstörungen und bei Schwierigkeiten in der Strukturierung können Hilfsmittel wie Tafeln oder Symbole eine große Unterstützung bieten und wieder für Klarheit und Sicherheit sorgen.


Arbeitstherapeutische Verfahren

Diese haben das Ziel, Grundarbeitsfähigkeiten im instrumentellen (z.B. Ausdauer, Sorgfalt, Zeiteinteilung) und im sozio-emotionalen (z.B. Kooperation, Kritikfähigkeit, Verantwortung) Bereich so zu entwickeln, dass der Klient in der Lage ist, einer ihm angemessenen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Hierzu schafft die Ergotherapeutin entsprechend realitätsnahe Rahmenbedingungen der Arbeitswelt und entwickelt Übungsbereiche und Förderprogramme. Weiterhin berät die Ergotherapeutin den Klienten über Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme, ggf. finden auch eine Betreuung am Arbeitsplatz und eine individuelle Arbeitsplatzanpassung statt.


Entspannungsverfahren

Eine erhöhte Anspannung und Dauerstress hindert Menschen daran, sich konzentriert einer Aufgabe zu widmen. Auch Belastungen aus dem Alltag können die Entspannungsfähigkeit enorm einschränken und es entstehen somit Schlafstörungen, Unruhezustände, Nervosität, Süchte und Schmerzen bis hin zu chronischen Erkrankungen.

In meiner Praxis arbeite ich vorwiegend mit den Entspannungstechniken der Klangtherapie und dem Autogenen Training. Beide Verfahren sind jeweils in der Einzelbehandlung, als Paar aber auch in der Gruppe möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Innerhalb der ergotherapeutischen Behandlung können unterschiedliche Verfahren zur Anwendung kommen. Es kann aber auch nur ein Verfahren im Vordergrund stehen.


Kosten

Die Kosten für Ergotherapie werden direkt mit den Krankenkassen abgerechnet. Die gesetzlichen Kassen übernehmen in der Regel 90 Prozent. Eine Zuzahlung von 10 Prozent tragen Sie selbst, ausgenommen sind Kinder und Jugendliche. Hinzu kommt eine einmalige Rezeptgebühr in Höhe von 10 Euro pro Verordnung.

Voraussetzung

Sie benötigen von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin eine Verordnung für Ergotherapie mit dem Heilmittel "psychisch-funktionelle Behandlung" oder "sensomotorisch-perzeptive Behandlung".

Praxis für Ergotherapie

und Psychotherapie

nach Heilpraktikergesetz

Natalie Wehner

Lutherplatz 1

01662 Meißen

 Termine nach Vereinbarung

Tel: 01523 205 99 33

E-Mail: kontakt@therapie-fuenfkern.de

Öffnungszeiten

 

Montag & Mittwoch

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